Geschichte
Die Ursprünge von Rocca Pietore verlaufen sich in grauer Vorzeit. Die ersten Belege gehen auf das Jahr Tausend zurück, als sich vereinzelte Volksgruppen aus den Talgegenden des Adige und des Isarco in diesem damals unter der Herrschaft des Schlosses von Andraz und des Bischofs von Brixen stehenden Gebiet niederließen.Später erlebte Rocca Pietore eine sehr lange (mehr als 400 Jahre dauernde) glückliche Zeit als fast ganz freies Land, das als Puffergebiet zwischen der Republik Venetien und Tirol fungierte. Diese Autonomie endete mit der Machtergreifung Napoleons im Jahre 1806 und der darauffolgenden Anschließung zunächst an das Habsburger und dann an das Italienische Reich.
Gegen Mitte des neunzehnten Jahrhunderts lebte in unserem Dorf der Tourismus auf, was sicherlich auch einigen berühmten Persönlichkeiten zu verdanken ist. Zu ihnen gehört Pellegrino Pellegrini, der aus Rocca Pietore stammt: er war der erste Bergführer der Dolomiten, der im Jahre 1862 die Ehre hatte den ersten Bezwinger der Marmolada, den Wiener Paul Grohmann, bis zum Gipfel der Punta Rocca auf 3.310 Höhenmeter zu begleiten. Im Laufe der Zeit trugen zahlreiche Bergliebhaber und Alpinisten, wie Lord Francis Douglas, H.B. Edwards, Tuchett und viele andere zum Erfolg des modernen Fremdenverkehrs bei. Rocca Pietore wurde nach dem traurigen Zwischenfall des Weltkriegs ein immer beliebterer Urlaubsort, was insbesondere auf die Erschließung der Marmolada für den Skisport zurückzuführen ist. Dieser Gipfel ist seit jeher ein Symbol für alle Skiliebhaber und eben auf der Marmolada wurde Mitte der Sechziger Jahre eine der schönsten und gewagtesten Kabinenbahnen der gesamten Alpenkette errichtet. Später kamen zahlreiche weitere Auffahrtsanlagen hinzu, die eine ideale Verbindung zum Skigebiet Dolomiti Superski (das über1.220 Kilometer Pisten verfügt) und einen direkten Anschluß an die SELLA RONDA bieten. Es steht zudem ein Skibus, der Rocca Pietore mit dem Skigebiet des Civetta verbindet zur Verfügung.
Auch auf den Langlaufsport müssen unsere Urlauber nicht verzichten: eine 15 Kilometer lange Loipe führt durch einen ruhigen und lichten Tannenwald, in dem man nicht selten scheuen Rehböcken begegnen kann. Mit dem zunehmenden Besucherfluß haben sich in Rocca Pietore zahlreiche Empfangs- und Infrastrukturen weiterentwickelt, die herzliche Gastfreundlichkeit bieten und auch den Anforderungen des anspruchsvollsten Kunden gerecht werden können.










